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URimpuls, Ihre Spezialistinnen für Krisenprävention, Krisenintervention, Krisenmanagement, Strategie und Verhandlungsbegleitung in der Zentralschweiz
Warum viele Unternehmen auf die nächste Krise nicht vorbereitet sind
Unternehmen sehen sich heute mit deutlich mehr Risiken konfrontiert als noch vor wenigen Jahren. Unterbrochene Lieferketten, Stromausfälle oder Cyberangriffe können innerhalb kürzester Zeit erhebliche Schäden verursachen. Dennoch fehlt es gerade in vielen kleineren Betrieben und KMUs oft an einer ausreichenden Vorbereitung auf solche Szenarien. Denn was zunächst wie eine externe Störung wirkt, kann sich schnell zu einer ernsthaften unternehmerischen Krise ausweiten.
Laut Studien sind nach Einschätzung von Beschäftigten und Führungskräften viele Betriebe auf solche ernsthaften Störungen nur unzureichend vorbereitet. Neben klassischen Notfällen wie Bränden oder mangelhaften Fluchtwegen gewinnen inzwischen auch Cyberangriffe, unterbrochene Lieferketten, Naturkatastrophen, länger andauernde Stromausfälle sowie die wirtschaftlichen Folgen geopolitischer Konflikte an Bedeutung. Besonders kleinere Unternehmen und KMUs gelten in diesem Zusammenhang als anfällig, da ihnen oft Ressourcen, eingespielte Strukturen oder belastbare Notfallpläne fehlen. Fachleute verweisen deshalb darauf, dass Krisenresilienz, funktionierende Vorsorgekonzepte und mehr Unabhängigkeit bei digitalen und wirtschaftlichen Schlüsselstrukturen immer wichtiger werden. Dabei können auch wirtschaftlich gesunde Unternehmen durch äussere Störungen in kurzer Zeit massiv unter Druck geraten. „Die Erfahrung zeigt, dass viele Unternehmen externe Risikopotenziale nicht ernst genug nehmen. Unternehmensverantwortlichen ist die latente Gefahr selten bewusst. Es gibt jedoch zunehmend Anzeichen dafür, dass sich das gerade ändert- angesichts der wachsenden Krisen", sagt Dr. Heidi Z’graggen, Unternehmensberaterin und Expertin für Krisenmanagement bei der Innerschweizer Agentur URimpuls.
Krisenkommunikation beginnt, bevor die Krise da ist
So erkannte der Geschäftsführer eines kleineren Unternehmens, wie unzureichend die bestehenden Krisenvorbereitungen waren. Zuständigkeiten waren unklar, Kommunikationswege nicht definiert und es gab keine Risikokommunikation. Eine externe Unterstützung für den Notfall war ebenfalls nicht vorgesehen. Grund dafür war unter anderem die im Alltag vorherrschende Annahme, eine Krise werde schon nicht eintreten. Gemeinsam mit URimpuls überprüfte er daraufhin die internen Strukturen, benannte klare Ansprechpartner und baute eine frühzeitige externe Zusammenarbeit mit URimpuls als Kommunikationsexperten auf. „Das Ziel bestand in einer detaillierten Krisenprävention, damit das Unternehmen im Ernstfall sofort handlungsfähig ist und keine Zeit mit Improvisation verliert“, schildert Bruno Dobler, ebenfalls Unternehmensberater bei URimpuls.
Krisenresilienz wird zum Wettbewerbsfaktor
Dieser Fall verdeutlicht ein typisches Problem vieler KMUs: Im Gegensatz zu grossen Konzernen verfügen sie in der Regel nicht über eigene Kommunikationsabteilungen. Dies ist zwar wirtschaftlich nachvollziehbar, kann sich jedoch in Krisensituationen als Risiko erweisen: Sobald eine Krise eingetreten ist, bleibt kaum Zeit zum überlegten Handeln. Wirksame Krisenkommunikation beginnt deshalb lange vor dem Ernstfall! Bereits in stabilen Zeiten sollten Unternehmen daher mögliche Krisen- und Notfallszenarien durchdenken, Abläufe erproben und Zuständigkeiten klar festlegen. „Nur so lassen sich widersprüchliche Botschaften, verspätete Reaktionen und vermeidbare Kommunikationsfehler verhindern. Denn unüberlegtes und hektisches Handeln kann das Vertrauen von Mitarbeitenden, Kunden sowie der Öffentlichkeit nachhaltig schädigen", so die Expertin für Krisen- und Risikokommunikation Dr. Heidi Z’graggen.
Bildrechte: iStock/NanoStockk
Zum publizierten Artikel: https://www.pr-echo.de/notfallplan-krisenpraevention-ist-in-vielen-firmen-kein-thema/
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