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Manager stehen vor Tisch mit Statistiken und Grafiken belegt; Krisenkommunikation mit Unterstützung von URimpuls.ch, Zentralschweiz

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Krisenkommunikation endet nicht beim Rückruf

Beim aktuellen Erpressungsfall rund um HiPP stehen sowohl die Produktsicherheit als auch das Vertrauen in eine besonders sensible Marke im Fokus. Gerade in Bereichen, die eng mit Gesundheit und Verbraucherschutz verbunden sind, entscheidet professionelle Krisenkommunikation darüber, ob ein Vorfall beherrschbar bleibt oder zu einem dauerhaften Reputationsschaden führt. Dabei sind Schnelligkeit, Klarheit und Glaubwürdigkeit die zentralen Voraussetzungen, um den Schaden zu begrenzen und das wichtigste Gut eines Unternehmens zu schützen: seinen Ruf.

Der Fall des Babynahrungsmittelherstellers HiPP macht deutlich, dass Krisenkommunikation weit über die reine Bewältigung des unmittelbaren Vorfalls hinausgeht. Unternehmen müssen in einer solchen Situation nicht nur Rückrufe organisieren, die Öffentlichkeit warnen und mit den Behörden kooperieren, sondern zugleich das Vertrauen von Konsumenten, Handelspartnern und der Öffentlichkeit stabilisieren. Damit stehen sie unter doppeltem Druck: Einerseits muss der konkrete Vorfall operativ beherrscht werden, andererseits gilt es zu verhindern, dass daraus ein nachhaltiger Reputationsschaden entsteht. Entscheidend sind dabei eine schnelle, glaubwürdige und konsistente Kommunikation, die Übernahme von Verantwortung und eine klare Abstimmung nach innen wie nach aussen. In einer derartigen Krise geht es nicht nur darum, den aktuellen Vorfall professionell zu lösen. Es ist ebenso wichtig, die Reputation des Unternehmens aktiv zu schützen. „Vertrauen ist das wichtigste Kapital eines Unternehmens. Wird dieses erschüttert, muss Kommunikation Orientierung, Sicherheit und Glaubwürdigkeit schaffen. Sonst reicht der Schaden weit über den eigentlichen Anlass hinaus“, sagt Dr. Heidi Z’graggen, Expertin für Krisenkommunikation und Verhandlungsbegleitung bei der Innerschweizer Unternehmensberatung URimpuls.

 

Sicherheitslücke heute, Reputationskrise morgen

Reputationsschäden drohen nicht nur bei Erpressungen oder schadhaften Produkten. Sie können auch durch interne Konflikte entstehen, wie ein Fall zeigt, mit dem URimpuls betraut wurde: Ein Kadermitarbeiter sah sich mit einer drohenden Kündigung konfrontiert. Er wollte sich dagegen über die Medien öffentlich zur Wehr setzen. URimpuls analysierte die Rechtslage, beriet ihn strategisch und bewertete die langfristigen Folgen. Dabei zeigte sich rasch, dass ein Gang an die Öffentlichkeit zwar kurzfristig Wirkung entfalten könnte, zugleich aber erhebliche Reputationsrisiken für beide Seiten bergen würde. „Besonders für den betroffenen Kaderangestellten wären die Folgen weit über den konkreten Konflikt hinaus spürbar gewesen und hätten seine weitere berufliche Entwicklung belasten können”, verdeutlicht Unternehmensberater Bruno Dobler von URimpuls.

 

Vertrauen ist schneller verloren als zurückgewonnen

Um eine Eskalation zu vermeiden, wurde eine alternative Vorgehensweise entwickelt. Im Zentrum standen eine realistische Zukunftsperspektive, eine sorgfältig vorbereitete Gesprächsführung mit dem Arbeitgeber und die Suche nach einer tragfähigen Lösung. Zur Absicherung der rechtlichen Rahmenbedingungen wurde ergänzend ein Arbeitsrechtler hinzugezogen. Auf dieser Basis konnte ein Rechtsstreit abgewendet und eine faire Abgangslösung im gegenseitigen Einvernehmen erzielt werden. Der Austritt wurde so gestaltet, dass die Reputation des Kadermitarbeiters gewahrt blieb und sich für ihn neue Perspektiven erschlossen. „Der Fall verdeutlicht, dass in hoch emotionalen Konflikten ein überlegtes, strategisches Vorgehen oft den besseren Weg zu einer nachhaltigen Lösung eröffnet“, sagt Krisenmanagerin Dr. Heidi Z’graggen.

Bildrechte: iStock/Rawpixel

Zum publizierten Artikel: https://pressnetwork.de/krisenkommunikation-wenn-der-ruf-in-gefahr-ist

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