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URImpuls – Themen, Fakten, Meinungen
URimpuls, Ihre Spezialistinnen für Krisenprävention, Krisenintervention, Krisenmanagement, Strategie und Verhandlungsbegleitung in der Zentralschweiz
Fehlerkultur ist keine Kommunikationsfrage allein – sie ist eine Führungsfrage!
Wenn Fehler im Gesundheitswesen aus Angst verschwiegen werden, wächst das Risiko im Verborgenen. Warnsignale werden zu spät erkannt, Missstände verfestigen sich – und am Ende sind nicht nur die Sicherheit von Patienten, sondern auch das Vertrauen in die Institution gefährdet.
Nach schweren medizinischen Behandlungsfehlern am Universitätsspital Zürich werden Vorwürfe laut, wonach Probleme über längere Zeit nicht offen benannt oder konsequent verfolgt worden sein sollen, obwohl es interne Hinweise gegeben habe. Im Fokus der Kritik steht der Verdacht, dass Fehler, Komplikationen und fragwürdige Behandlungsmethoden, anstatt transparent aufgearbeitet zu werden, aus Angst vor Konsequenzen, aus Loyalität gegenüber Hierarchien oder zum Schutz von Verantwortlichen relativiert, umgedeutet oder gar vertuscht wurden. Eine solche „Kultur des Schweigens” ist besonders gefährlich, wenn Warnsignale zu spät Beachtung finden. Dadurch können sowohl das Vertrauen in die Institution als auch die Sicherheit von Patienten erheblich Schaden nehmen. „Wichtig ist in solchen Situationen nicht die Suche nach einem Sündenbock; vielmehr sollte die systematische Klärung im Mittelpunkt stehen. Ohne eine gelebte Fehlerkultur bleiben vermeidbare Risiken bestehen. Das gilt generell und nicht nur für das Gesundheitswesen“, mahnt Dr. Heidi Z’graggen, Expertin für Risikokommunikation und Krisenprävention bei der Innerschweizer Unternehmensberatung URimpuls.
Just Culture schafft Klarheit dort, wo Schweigen Risiken vergrössert
Auffällig ist, dass Fachleute bei der Frage nach einer offenen Fehlerkultur zunehmend auf die Luftfahrt verweisen. In diesem Bereich hat sich mit dem Prinzip der sogenannten „Just Culture“ ein Umgang etabliert, der zwischen menschlichem Irrtum, systemischen Risiken und grober Pflichtverletzung unterscheidet. Genau an dieser Schnittstelle setzt auch die Arbeit von URimpuls an, und das nicht nur im Gesundheitswesen, sondern gleichermassen in Unternehmen, Verwaltungen und anderen Organisationen mit hohen Risiken und komplexen Verantwortungsstrukturen. Durch die Expertise des ehemaligen Flugkapitäns Bruno Dobler, der heute als Unternehmensberater bei URimpuls tätig ist, fliessen Erkenntnisse aus einer Branche ein, in der klare Abläufe, konsequente Notfallplanung und eine funktionierende Fehlerkultur seit jeher über Sicherheit und Stabilität entscheiden. „Das Ziel unserer Arbeit besteht darin, Strukturen zu schaffen, in denen Fehler früh erkannt, Risiken offen benannt und Ausnahmesituationen nicht improvisiert, sondern gezielt gelöst werden können“, so Unternehmensberater und Experte für Krisenintervention Bruno Dobler.
Offene Fehlerkultur braucht klare Prozesse und starke Führung
Besonders in sensiblen Organisationen zeigt sich, wie wichtig es für Verantwortungsträger ist, heikle Situationen nicht isoliert bewältigen zu müssen, sondern bereits frühzeitig einen vertrauenswürdigen Sparringspartner an ihrer Seite zu haben. URimpuls unterstützt Führungskräfte dabei, Herausforderungen zu objektivieren, Handlungsoptionen zu prüfen und fundierte Entscheidungen vorzubereiten. „Genau hier, bei der Fehlervermeidung, sollte speziell das Gesundheitswesen ein Benchmarking mit der Luftfahrt durchführen“, sagt Dr. Heidi Z’graggen. Ihrer Einschätzung nach können Kliniken wie auch andere Organisationen von den etablierten Sicherheits- und Trainingsstrukturen der Luftfahrt profitieren, vor allem dort, wo Risikobewusstsein, klare Prozesse und eine offene Fehlerkultur
Stabilität, Vertrauen und Sicherheit gewährleisten.
Bildrechte: iStock / laflor
Zum publizierten Artikel: https://pressnetwork.de/mangelnde-fehlerkultur-wenn-schweigen-im-spital-gefaehrlich-wird
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